Koordinationskreis der Initiativen und Umweltverbände gegen die A20

Presseinformation 6. Oktober 2026

Klammheimliche Beteiligung ist keine Beteiligung.


Unterlagen zur A 20 Abschnitt 2 liegen aus.

„Wer studiert täglich die Internetseiten der Straßenbaubehörde?“ fragt sich Susanne Grube, eine der Sprecher*innen des Schutz- und Klagefonds gegen die A 20. „Vermutlich niemand“, gibt sie selbst die Antwort für die vielen Menschen im ländlichen Raum des Ammerlandes und der Wesermarsch. Seit dem 28. September liegen im Internet die Planungsunterlagen für den Abschnitt 2 der A 20 zwischen der A 29 bei Bekhausen und der B 437 bei Schwei aus. Aber niemand weiß davon. Die Straßenbaubehörde hat weder in den Tageszeitungen noch über die kommunalen Bekanntmachungsportale auf die Auslegung und die Möglichkeit zur Geltendmachung der eigenen Betroffenheit hingewiesen.

Dabei geht es um eine breite Autobahntrasse mit großer Raumforderung, die sehr viele Grundstücke in Anspruch nimmt, ruhige Gebiete verlärmt, zahlreiche Wege zerschneidet und tausende Menschen gravierend in ihren Rechten beschneidet. Diese Rechte können und müssen Menschen geltend machen können vom Grundgesetz her – unabhängig davon, ob sie für oder gegen das Projekt sind. Aber wie sollen sie sich zu den Plänen äußern können, wenn sie davon keine Kenntnis haben?

Die Initiativen und Umweltverbände gegen die A 20 verurteilen das Vorgehen scharf. „Hier werden im Grundgesetz verankerte Grundrechte der Menschen ignoriert“, kritisiert Grube, „Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern sieht anders aus“.

Die Unterlagen zu Abschnitt 2 können bis Dienstag, 27. Oktober 2026, unter folgendem Link abgerufen werden: https://planfeststellung.strassenbau.niedersachsen.de/verf?action=1&prj=8062

Die Einwendungsfrist endet am Montag, 9. November 2026. Der Schutz- und Klagefonds gegen die A 20 unterstützt bei Einwendungen und der Wahrung der eigenen Rechte. Infos und Kontakt unter https://www.a20-nie.de/schutz-klagefonds.php

Hier können Sie die Pressemitteilung mit Quellenverzeichnis herunterladen:

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Koordinationskreis der Initiativen und Umweltverbände gegen die A 20